Reiterhof Schultenwede Reitunterricht Ab welchem Alter kann ich mein Kind in die Reitschule schicken?
Ab welchem Alter kann ich mein Kind in die Reitschule schicken?
Reitunterricht

Kinder ReitunterrichtAb welchem Alter sollten Kinder Reitunterricht nehmen?

Diese Frage kann nicht mit einem generellen Alter beantwortet werden, da es vielmehr auf die Auffassungsgabe und körperliche Konstitution des Kindes ankommt. Reiten ist ein körperlich sehr anstrengender Sport, bei dem Muskelgruppen beansprucht werden, die im normalen Alltag nicht so sehr beansprucht werden. Der Zweite ausschlaggebene Faktor ist die Motorik des Kindes. Wie gut ist sein Gleichgewichtssinn und die Körperbeherschung des Kindes?

Als Dritter Faktor muss dann noch das Aufnahmevermögen des Kindes hinzugezogen werden. Versteht das Kind die Anweisungen und kann diese auch umsetzen? Das Kind muss auf dem Pferd oft mehrere Dinge zur selben Zeit oder innerhalb sehr kurzer Abstände hintereinander tun. Ebenfalls zu beachten ist hier die Unfallgefahr, welche sich aus dem Umgang mit Tieren ergeben kann. Das Kind muss verstehen, dass es sich bei einem Pferd oder Pony um ein Tier handelt, welches auch rein instinktiv handel kann. Für den Reitschüler ist es also auch sehr wichtig, den richtigen Umgang mit den Tieren zu erlernen und zu verstehen.

Da jeder Mensch, abhängig von seinem Alter, seiner Konstitution und seiner Persönlichkeit auf andere Art Bewegungen erlernt und auch auf jedem Pferd Bewegungen anders erfährt, kann man den Faktor Zeit gerade beim Reiten nicht pauschalisieren. Der Unterricht muss sich dabei individuell an den Schüler, entsprechend seiner psychischen und physischen Entwicklung anpassen.

„Kinder und Jugendliche sind zwar kräftemäßig nicht mit Erwachsenen zu vergleichen, besitzen jedoch mehr Gleichgewichtssinn und Einfühlungsvermögen.“

Der Reiter muss neben der Liebe zum Tier Verantwortungsgefühl, Geduld, Selbstbeherrschung, Disziplin, Einfühlungsvermögen und auch Fairness entwickeln. Vorteilhaft für das Erlernen des Reitens ist es, wenn der Reiter in der Lage ist, Bewegungen und Rhythmus zu fühlen und sich zu konzentrieren, ein geschicktes Verhalten zeigt und eine ausgeprägte Körperbeherrschung besteht.

„Echte Übereinstimmung zwischen Pferd und Reiter kommt nicht vom Ja-Sagen, sondern resultiert aus einer ehrlichen Auseinandersetzung zweier Individuen. Die Regeln des Miteinanders werden bestimmt durch die Gesetze der Pferdepsyche. Das Pferd kann unsere Sprache nicht lernen, also müssen wir uns bemühen, seine Sprache zu lernen, unser Pferd zu verstehen.“

Dieses Zitat von Herbert Meyer, ehemaliger Bundestrainer Springen, verdeutlicht nochmals, wie wichtig der Kontakt zum Pferd ist, aber zeigt auch, das der Reiter bereit sein muss, sich auch theoretisch mit dem Pferd zu befassen, es zu studieren. Dabei geht es nicht nur um die Theorie der Reitlehre, sondern ebenso um das Verhalten, die Eigenschaften, den Umgang und die Haltung des Pferdes.

Diese theoretischen Aspekte bringe ich immer wieder mit in den Unterricht ein, damit die Schüler lernen, wie wichtig das Wissen um diese Zusammenhänge für ein harmonisches Zusammenspiel ist.

Reitunterricht für Kinder unter 7 Jahren

Dieser Altersgruppe empfehle ich zunächst mit dem Voltigieren zu beginnen, welches ebenfalls auf der Reitanlage des Hof Schultenwede angeboten wird. Hier finden die Kinder auf spielerische Weise den Zugang zum Pferd, angespornt durch die Gruppe. Die Kinder können sich Bewegungen abgucken, diese erfassen und werden durch das abwechselnde Spielen und Voltigieren nicht in ihrer Konzentration oder Kraft überfordert. Weiterhin fördern die gymnastischen Übungen auf dem Pferd den Muskel- und Knochenaufbau des Kindes und bilden den Gleichgewichtssinn des Kindes sehr gut aus.

Reitunterricht für Kinder von 7 bis 11 Jahren

In diesem Alter beginne ich mit dem Longenunterricht. Die Kinder können Gehörtes besser umsetzen, wodurch sie gezielt an ihrem Sitz arbeiten können. Auch die Konzentrationsfähigkeit steigert sich im Allgemeinen, wodurch langsam ein intensiveres Arbeiten möglich wird.

In diesem Alter fällt das Bewegungslernen unheimlich leicht, so dass auch ein großes Pensum an Bewegungen erlernt werden sollte. Durch den Einbau von Geschicklichkeitsspielen können viele verschiedene Bewegungsabläufe konstruiert werden. Die Arbeit mit Schülern in diesem Alter macht sehr viel Spaß, da sie Lebensfreude, Neugierde und Spontaneität mitbringen.

Reitunterricht für Kinder von 12 bis 14 Jahren

In diesem Entwicklungsstadium kommt es sehr auf das Einfühlungsvermögen des Reitlehrers an, da die Jugendlichen auch psychisch belastet sind. Sie denken wesentlich mehr nach, setzen sich mit ihren Schwächen auseinander, kritisieren sich selbst. Hier gilt es positive Erfolgserlebnisse zu verstärken und so die Motivation zu erhalten.

Reitunterricht für Kinder von 15 bis 19 Jahren

Ist in der Kindheit eine breite motorische Grundlage geschaffen worden, so kann in diesem Alter mit dem Reiten von schwierigeren Lektionen begonnen werden. Durch die hohe motorische Lernfähigkeit, im Zusammenhang mit der steigenden Kraftentwicklung kann besser auf das Pferd eingewirkt werden. Auch der psychische Zustand hat sich zumeist stabilisiert und die Schüler setzen sich neue Ziele. Interesse an den Zusammenhängen lassen die Schüler vermehrt zu selbständigen Reitern werden.

Im Erwachsenenalter fällt den Schülern das Bewegungslernen oft schwerer, da sie nicht reflektorisch auf die Bewegungen reagieren, sondern die Bewegung mühsam aus einzelnen Bewegungen zusammensetzen müssen. Der Kopf, der die Bewegung steuert, lässt eine solche Reflexhandlung wie beim Kind nicht zu. Der Erwachsene muss die Bewegung im Laufe der Zeit automatisieren.

„So ein wenig Kind bleiben, den technisch denkenden Kopf ausschalten und sich neuem Erleben unbefangen öffnen können (...).“

Je mehr Bewegungserfahrung der erwachsene Reitanfänger mit in den Reitsport bringt, desto weniger Schwierigkeiten wird er mit der Leistungsfähigkeit und Elastizität haben. Häufig legen Erwachsene neben dem Reiten auch sehr viel Wert auf die sozialen Kontakte.

Die psychische und physische Verfassung des Reiters beeinflusst das Eingehen auf die Bewegungen des Pferdes also gravierend. Sobald Angst, Überforderung von Kraft und Koordination oder ähnliches eintreten, ist der Reiter nicht mehr in der Lage, sich durch seinen ausbalancierten, losgelassenen Sitz in das Pferd hineinzufühlen.

Genau wie das junge Pferd durch positive Erlebnisse Vertrauen zum Reiter aufbaut und so Leistungsbereitschaft zeigt, ist es auch für den Reiter wichtig, positive Erfahrungen auf dem Pferd zu erleben. So wird durch die Lust etwas Neues zu erleben das Lernen erleichtert.

Daher ist es meiner Meinung nach auch hier noch einmal wichtig zu betonen, das Reiten bei einem ausgebildeten Reitlehrer zu erlernen. Dieser kann Situationen richtig einschätzen und reagieren und dadurch Unfälle und auftretende Ängste verhindern sowie die Zusammenhänge zwischen Sitz, Hilfengebung, Gefühl und Einwirkung auf das Pferd richtig zu erklären.

Ich versuche das im Unterricht durch einen partnerschaftlich-demokratischen Führungsstil zu lösen. Mir ist wichtig, dass die Reitschüler diese Zusammenhänge verstehen und mitdenken. Dadurch erkennen sie selbst ihre Fehler und Schwächen und können durch positive Erlebnisse, wie bei der Korrektur der Fehler, lernen, auch selbstständig an sich zu arbeiten. Dies ist ein sehr wichtiger Gesichtspunkt, denn nur so ist es den Schülern möglich an den Problemen zu arbeiten, wenn sie ohne Aufsicht reiten.

Zudem finde ich es wichtig, dass die Schüler Vertrauen zum Reitlehrer haben und ihn ohne Zögern bei Problemen ansprechen und Fragen stellen mögen. So wird es möglich, Probleme schon im Ansatz zu lösen.

Sicherlich ist es in bestimmten Situationen unumgänglich, dass auch ein eher autoritärer Führungsstil eingesetzt wird. Gerade im Hinblick auf die Unfallverhütung muss im Unterricht teilweise stark lenkend eingegriffen werden.

Sowohl der Reitlehrer als auch das Pferd spielen also gerade in der Grundausbildung eine große Rolle. Nur so können Freude, Spaß und ein entspanntes Reiten aufgebaut und erhalten bleiben.

Anfängerunterricht und Kinderreitunterricht

Der Anfänger Reitunterricht, sowie der Kinderreitunterricht wird durch die erfahrene Pferdewirtin Adriane Wittkuhn geleitet. Wenn Sie noch Fragen zu dem Anfängerunterricht oder Kinderreitunterrich haben, oder weitergehende Informationen wünschen so wenden Sie sich bitte direkt an Adriane Wittkuhn.


Springreit-Unterricht und Springpferdeausbildung bis Klasse S

Der Springunterricht und die Springausbildung von Reiter und Pferd wird auf der Reitanlage des Hof Schultenwede durch den Pferdewirtschaftsmeister René Prendel durchgeführt. Wenn Sie noch Fragen zum Springunterricht oder zur Springpferde-Ausbildung haben, oder weitergehende Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte direkt an René Prendel.



 

Reiterhof Schultenwede

Verkaufspferde

PferdeverkaufStine von Stakkato
article thumbnail

Pferdeverkauf - Stine, 7-jährige Fuchsstute von Stakkato / Centurio: Mit enorm viel Potential ausgestattete Sportsstute von Erfolgsvererber Stakkato für den ambitionier [ ... ]


PferdeverkaufLex Barker von Landor S
article thumbnail

Lex Barker Hengstfohlen von Hengst Landor S Emma (geb. 2003) von Embassy/Crazy Classic mit ihrem im Februar 2011 geborenen Fohlen. Lex Barker  ist ein langbeiniges  [ ... ]