Um ein junges Pferd an die ersten Hindernisse heranzuführen ist zunächst ein Sprung mit Fangständern, als kleines Kreuz aufgebaut, geeignet. Durch die Fangständer ist dem Pferd eine seitliche Begrenzung gegeben – das Pferd wird besser zum Sprung geführt. Der Kreuzsprung an sich dient dazu, dass das Pferd das Hindernis von Beginn an in der Mitte überspringt. Ziel ist hier vorerst, mit dem Reiter das Vertrauen für den Sprung aufzubauen, so dass das Pferd lernt, in ruhigem Tempo und in Dehnungshaltung über das kleine Kreuz zu galoppieren. Anfängliches Zeigen des Sprunges und das Anreiten aus dem Trab erleichtern das Taxieren des Absprungs. Häufiges Loben unterstützt das Vertrauen und stellt somit eine grundlegende Basis zur weiteren Springausbildung dar.
Um das Springtraining nicht in ein wöchentliches Intensivtraining ausarten zu lassen, wodurch das Pferd schnell die Lust am Springen verlieren kann, ist es ratsam, diese Abläufe mehrmals wöchentlich in einem dosierten Umfang in die Trainingseinheiten mit einfließen zu lassen. Durch das Wiederholen des Ablaufs lernt das Pferd schneller und setzt gelerntes besser um. Die Wiederholungen müssen dabei allerdings wohldosiert durchgeführt werden, da das Pferd bei einer Überforderung die Springfreude verlieren würde. Auch ein monotoner Ablauf kann zu Konzentrationsfehlern führen und so einen Leistungsabfall herbeiführen.
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Ist diese Basis geschaffen und überwindet das junge Pferd verschiedene Hindernisse, die zunächst immer einladend und freundlich aufgebaut werden sollten, in ruhigem, gleichmäßigem Tempo und auf der vorgesehenen Linie (Durchlässigkeit), kann mit dem Aufbau von Springreihen, Distanzen und Kombinationen begonnen werden.
„Springgymnastik ist, methodisch aufgebaut und sachkundig durchgeführt, einunverzichtbarer Bestandteil in frühen wie in fortgeschrittenen Phasen der Ausbildung eines Springpferdes. Sie wirkt sich nachhaltig positiv auf den Bewegungs- bzw. den Sprungablauf des Pferdes aus, wobei Muskeln, Sehnen und Bänder gestärkt und Bewegungsabläufe koordiniert werden.“ Richtlinien für Reiten und Fahren – Band 2“,S.136
Falls Sie noch Fragen zum Beritt und der Ausbildung von Springpferden haben, oder weitergehende Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte direkt an den Pferdewirtschaftsmeister
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